Login: 

weblog von Staiger
< 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 >
Staiger - “Der reale Scheiß aka The Real Shit”
Staiger guckt und schreibt.
22.07.2008
neuer myspace blog...
... jetzt online. auf meinem profil myspace.com/marcusstaiger

jetzt funktionierts.

yo!

staiger



[ 1 Kommentar / Kommentieren / Versenden / RSS Abonieren ]
18.07.2008
Der Blash 2008 - eine private Rückschau
Gut, bevor ich hier jetzt auch noch eine möglichst chronologische Herleitung der Ereignisse aufschreibe, mache ich es lieber so, dass ich schon vorab verkünde, was meine Highlights waren und dann wird das Ganze kürzer und entspricht ungefähr dem, was in meinem Gedächtnis tatsächlich von diesem wunderbaren Wochenende übrig blieb.

1. Ein geheimes Treffen am See
2. Schlafen bei M.O.P.
3. Mein Kumpel Ice Cube
4. Du hast jetzt Feierabend!
5. Plan B
6. Judge Dread aka Chuck Norris ist zurück!

Vorab sollte ich noch erklären, dass ich Jan Eißfeldt UND Samy Deluxe die Hand geschüttelt habe, einfach weil ich ein höflicher Mensch sein will und wahnsinnig altersmilde geworden bin. Aber es war ein gutes Gefühl.

Fangen wir also an mit Punkt 1. Ein geheimes Treffen am See

Schon Monate vor dem großen Splash Festival erhielt ich eine Einladung, die mich einlud, an einem geheimen Treffen am Rande der Veranstaltung teilzunehmen. Sinn und Zweck der ganzen Sache sind natürlich geheim, aber so viel sei verraten, es geht dabei tatsächlich um so etwas wie die Vorherrschaft im deutschen Musikgeschäft und im Weiteren darum, wer Chef von Sony BMG Europa wird. Mögliche Kandidaten hierfür waren, Stephan Szillus, Chefredakteur der Juice, Gizmo, Chefgrafiker der Backspin, Specter, Chef von Aggro Berlin, Falk Schacht, Kolumnist und Chefredakteur von Mixery Raw Deluxe, sowie Ich, Chef der Welt und Chefredakteur von rap.de und ehemaliger Boss von Royalbunker, motherfucker.
Da wir uns allerdings an diesem Abend nicht so richtig einigen wollten und konnten, weil keinen von uns das Aufgabengebiet Sony BMG Europa so wirklich reizte, haben wir ganz einfach mehrere Runden Jelzin-Wodka bestellt. Bis auf Falk Schacht, der später noch fahren musste, haben alle nach russischer Manier zugelangt und so wurde gegen später, Specter zum Chef von Sony BMG Russland vorgeschlagen. Das fand Edgar Berger, Vorstandsvorsitzender von Sony BMG Deutschland, der etwas abseits saß und nicht mittrinken durfte, nicht ganz so cool und zog sich kurz nach Verkündung der Entscheidung zu einem längeren Telefonat mit Vladimir Putin zurück.
Wir dagegen bestellten die nächste Runde und Gizmo erzählte uns von Begebenheit in Miami, bei welcher der Keramikwasserbehälter in einem amerikanischen Bathroom zerbrach, woraufhin Gizmo an die Rezeption gegangen sein soll und dem Nachtwächter erklärte, dass er eine "situation" habe: "Sorry Sir. We have a situation in room 225.”
Später dann zeigt uns Gizmo noch wie man ohne Lippenberührung kotzen kann und zwar kurz und schmerzlos, was einen in ganz neue Sphären der Menge an Alkohol, die man zu sich nehmen kann, führt.
Persönliches Highlight dann war, wie Falk Schacht, Gizmo, Specter und ich, gemeinsam auf die Red Bull Tourbus Party gefahren sind, wo noch die Turntable Hools aufgelegt haben, wir aber den Prinz Pi und Casper Auftritt verpasst hatten. Ich glaube ich war seit 10 Jahren nicht mehr mit Specter auf ein und derselben Party. Insofern. Die Altersmilde you know.

2. Schlafen bei M.O.P.

Am nächsten Tag war ich gut drauf. Ich zehrte noch von der Erinnerung, dass ich vom Dach des Red Bull Tourbusses gesprungen bin. Stagediving. In die Menge. Solche Erlebnisse halten mich wach. Bei M.O.P. allerdings, dem fast lautesten Act des Festivals, bin ich dann aber kurz eingenickt. Das ist nicht schlimm. Das passiert mir auch während der Arbeit und in Japan wäre ich der Chef mit dieser Fähigkeit, weswegen ich auch im Gespräch bei Sony BMG Japan bin. Auf jeden Fall haben mir die 10 Minuten Powernap am Rande der Bühne gut getan und ich konnte danach weitermachen. Leute beschimpfen. Gruppen ansagen, was man halt so macht am Mikrophon. Allerdings muss ich sagen: MZEE Bühne war lustiger. Die halbe Stunde Umbaupause auf der Hauptbühne dieses Jahr hat ein wenig genervt. Zu lange, um durchzuquatschen und so musste man jedes mal aufs neue anfangen und kam gar nicht richtig in Fluss. Das war früher alles ein bisschen besser. Ach ja. Früher.



3. Mein Kumpel Ice Cube

Natürlich habe ich darauf gewartet, dass Ice Cube mich erkennt. Schließlich habe ich vor ungefähr 8 Jahren mal ein Interview mit ihm geführt und ihm ein grünes Royalbunker T-Shirt geschenkt. "Hey Ice do you remember me? It’s me, your old Kumpel Staiger!” und er würde sagen "Yeah fo shoe. You did one of the greatest interviews in my lifetime.” Aber ich glaube er war einfach zu aufgeregt vor seinem Auftritt, als dass er mich erkannt hätte und nach dem Auftritt war er sehr schnell verschwunden, so dass es nicht mehr zum Gedankenaustausch zwischen den zwei brillantesten Köpfen ihrer Generation kommen konnte. / Egal. Nächstes mal!


4. Du hast jetzt Feierabend!

Am Samstag kam Jay Z. Das kündigte sich schon morgens an. Das kündigte sich den ganzen Tag über an. Das war DAS Thema, immer und überall. Übertriebene Sicherheitsvorkehrungen. Kontrollen. Ungefähr wie beim G8 Gipfel. Jay Z als George W. Bush. So sind sie die Amerikaner.
Kurz vor dem Auftritt dann wird die Bühne geräumt. Ich bin der Moderator. Ich darf bleiben. Menschen mit Headsets bevölkern die Backstage. Auf der Jay Z-eigenen Bühnenpass Legende steht als Ort der Veranstaltung "Leiping" statt Leipzig. Ich glaube, dass Jay Z wirklich nicht weiß, wo er sich befindet? In welchem Land? In welcher Stadt? "Leiping? Never heard. Is this China? Where the fuck is Leiping?” Aber das ist auch definitiv egal. Wenn Jay Z beschließt, dass Leipzig in Zukunft Leiping heißt, dann ist das verdammt noch mal so. Dann heißt das halt in Zukunft Leiping und da könnt ihr überhaupt nichts dagegen machen. Bei Google Earth ist das mittlerweile auch schon ausgetauscht worden. Schaut nach! Jay Z ist nämlich der wirkliche Chef der Welt. Und das habe ich am eigenen Leibe zu spüren bekommen.
Der Bühnenmanager fragt also den einen mit Headset, ob eine Ansage gemacht werden soll. Eine Ansage von mir, dem Moderator! Der Typ sagt "no way" worauf der Bühnenmanager wieder zu mir kommt und die schlechte Nachricht als gute verkauft: "Hey Staiger. Cool. Du hast jetzt Feierabend!" Ich freue mich sichtlich und frage schüchtern: "Das heißt ich soll jetzt gehen?" Worauf er fröhlich und begeistert grinst und mit viel Nachdruck in der Stimme "ja" sagt.
Daraufhin stand ich dann draußen, inmitten der Crowd (wo ich sowieso am aller-, allerliebsten stehe) und habe mir das Jay Z Konzert, wie alle anderen, von dort aus angeschaut. Leider habe ich dort allerdings auch Jonas getroffen, der mir sehr lange und sehr ausführlich erklärt hat, wie scheiße er Ami Acts findet und dass er auf Jay Z und alle anderen Ami Acts scheißt. Sehr lange. Sehr ausführlich. Leider ist Jonas so 1,95 groß und ungefähr 130 Kilogramm schwer. Und er hatte mich gern. Sehr gern. Irgendwann wurde es schlagartig still auf der Bühne und ich bemerkte, dass ich gerade das Jay Z Konzert verpasst habe. "Hey Jonas. Wegen dir habe ich gerade das Jay Z Konzert verpasst." Aber Jonas wollte davon nichts wissen und behauptete weiterhin steif und fest, dass er mir einen Gefallen getan habe, damit. Jetzt mit ein bisschen Abstand sehe ich das genau so. GENAU SO! / Deshalb. DANKE JONAS!!!!!
Danach hat sich Jonas noch von irgendwelchen Mädchen den Bauch streicheln lassen und in einem unbeobachteten Moment konnte ich entkommen. Leider kennt er meine e-mail Adresse. Wir sind jetzt Freunde. Freunde fürs Leben.


5. Plan B

Später am Abend begegnete ich dann noch Plan B von den Orsons. Ich weiß nicht was der Junge gemacht hat, aber ich war froh, dass ich es nicht gemacht habe. Tua wollte ihn vor meiner Paparazzi Attacke schützen, aber das hat nicht geklappt.


6. Judge Dread aka Chuck Norris ist zurück!

Am Sonntag hatte ich dann noch einen kleinen Auftritt als Judge Dread und habe die Welt ein Stückchen gerechter und besser gemacht. Sinn und Zweck der Mission bleiben allerdings geheim. Es handelt sich dabei also um ein kleines, privates Highlight und ist so ähnlich wie der Beginn meiner Geschichte vom Donnerstag. Der Kreis schließt sich also und ihr wisst, dass ich ein Mann mit Geheimnissen bin. Das macht mich nur interessanter. Genau wie mein Alter.

Yeah!

[ 5 Kommentare / Kommentieren / Versenden / RSS Abonieren ]
10.07.2008
Hip Hop bleibt real
Es gibt also doch noch Realness in dieser Welt.

Diesen Bierdeckel habe ich als Vertrag zugesandt bekommen, nachdem ich gemeint habe, dass ich gerne irgendwas schriftliches in der Hand haben will, wenn ich jetzt 3 Tage im Matsch stehen soll und gelangweilte amerikanische Künstler oder unter Umständen langweilige deutsche Rapper ankündigen darf.
(Die Frage ist da natürlich: Was ist schlimmer?)

Weil aber im Chemnitzer Splash-Planungsbüro kein Papier mehr aufzutreiben war, meinte ich, dass mir eine grobe Niederschrift der Eckdaten auf einem Bierdeckel auch reichen würde.

Handschlag unter Männern. Ihr versteht, was ich meine.

Und das habe ich bekommen. YEAH




[ 8 Kommentare / Kommentieren / Versenden / RSS Abonieren ]
< 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 >