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weblog von Staiger
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Staiger - “Der reale Scheiß aka The Real Shit”
Staiger guckt und schreibt.
20.07.2011
Sag zum Abschied laut und deutlich Tschüss!

Freundinnen und Freunde,

Nach über drei Jahren an der Spitze von rap.de wird es Zeit für mich zu gehen. Es ist ja nicht so, dass mir das alles keinen Spaß mehr machen würde, ABER... es macht mir tatsächlich keinen Spaß mehr und da ich mich in meinem Leben sklavisch an die Worte meines großen Vorbilds Too $hort halte, der in seinen 10 Regeln für lang anhaltende Erfolg unter anderem aufführte, dass einem alles, was man tut, Spaß machen MUSS / so ist dieser Schritt nun eben fällig.

Hey, aber es war eine großartige und große Zeit. Ich habe das Gefühl, dass ich der Seite rap.de nun keine wesentlichen, inhaltlichen Neuerungen mehr geben kann und dass ich alles gegeben habe. Ich denke wirklich, dass wir die Rapmedienlandschaft in den letzten drei Jahren ein wenig umgekrempelt haben und dass unsere Interviewpartner nicht mehr mit einem bloßen "der und der hat produziert", "die und die haben auf dem Album gefeatured" durchkommen können.

Nein. Wir bei rap.de haben - meiner Meinung nach / neue Standards gesetzt in Sachen tiefergehende Befragung von Rap und Hip Hop-Künstlern und vor allem haben wir auch schwierige Themen nicht außen vorgelassen. Ich denke da zum Beispiel an unsere klare Haltung gegenüber der massiven homophoben Tendenzen in der Hip Hop Szene oder auch an unsere differenziertere Haltung in Sachen Nahostkonflikt. Hier, denke ich, gibt es auch in Zukunft noch einiges aufzuklären und auszudiskutieren und mit Sicherheit werde ich mich aus diesen Debatten nicht zurückziehen.

Ich denke auch, dass wir durch unsere spektakuläre Art, Platten zu besprechen, dem Review-Wesen in Deutschland einen kleinen Arschtritt verpassen konnten, auch wenn das hier und da mal nach hinten losgegangen ist und wir die Arschtritte eingesammelt haben - aber da muss man eben durch.

Natürlich könnte man das alles besser, konstanter und stringenter machen und ich denke auch, dass sich dieser Bereich unter meinem Nachfolger in Zukunft stark verbessern wird, hoffe auf der anderen Seite aber auch, dass der Unterhaltungswert und vor allem der Wille zur Offenheit und Ehrlichkeit gewahrt bleiben wird. Denn nichts ist schlimmer als langweilige Plattenkritiken lesen zu müssen, abgesehen davon, wenn es schleimende und Honig-ums-Maul-schmierende Plattenkritiken sind. Da lese ich mir dann doch lieber Promotexte durch.

Ansonsten leide ich natürlich darunter, dass ich mein großes Lebenswerk, den Relaunch der rap.de-Seite nicht wirklich zu Ende bringen konnte... darunter leide ich wirklich sehr und ich bin unfassbar traurig darüber, aber vielleicht hört ja eine verwirrte Gottheit meine Stoßgebete und es tut sich noch etwas in den letzten beiden Wochen meiner Amtszeit. Ich denke ja, dass Gottheiten genau dafür zuständig sind und wahrscheinlich auch nichts Besseres zu tun haben, als sich GENAU um solche Probleme zu kümmern, abgesehen natürlich von der äußerst bedeutsamen Aufgabe zu kontrollieren, welche Sorte Fleisch die Anhänger der jeweiligen Religion zu sich nehmen. Das ist auf jeden Fall auch sehr wichtig.

An dieser Stelle möchte ich nun aber auch meinen Nachfolger im Amt vorstellen. Ab 01. August wird Oliver Marquart die Geschäfte bei rap.de lenken. Oli ist schon lange Jahre in der deutschen Hip Hop Szene aktiv und als Buchautor und freier Journalist für Magazine wie die JUICE und die Backspin tätig. In diesem Sinne wird sich der Stil von rap.de mit Sicherheit ändern und in Zukunft ein wenig krawalligerer Frontmann dem ganzen Wahnsinn vorstehen. - Aber seien wir doch auch mal ehrlich. Dieser Wechsel tut auf jeden Fall Not, denn ich habe mich ja schon fast mit mir selbst zu langweilen begonnen und bevor das Publikum sich zu langweilen beginnt, sollte man gehen und der Veränderung platz machen. Change has to come. Yo!

Zum Schluss möchte ich mich vor allem bei meinen Mitarbeitern und Praktikanten bedanken, die mich in all der Zeit begleitet haben. Vor allem Lisa, die das Gesicht und die Haltung von rap.de in den letzten drei Jahren maßgeblich mitgeprägt hat, gebührt Dank, aber auch all den anderen Autoren, die ihre Persönlichkeit in die Waagschale geworfen haben, um aus rap.de das zu machen, was rap.de heute ist. Danke! Ohne Euch, wäre das alles nicht möglich gewesen. Ohne Euch wäre rap.de nichts.

In diesem Sinne. Ich liebe euch alle. Ich liebe Hip Hop und ich freue mich, dass mit den derzeit angesagten Bands und Acts wie Casper, K.I.Z., Haftbefehl, den Orsons, Nate 57, Marteria etc. neue, geile, interessante Zeiten in dieser Sparte angebrochen sind. Ich hoffe wir konnten unseren kleinen bescheidenen Beitrag zu dieser Entwicklung leisten und ich freue mich darauf, in näherer Zukunft mir das alles einfach so anschauen zu können, ohne es unbedingt auf seine Verwertbarkeit überprüfen zu müssen. Das wird mir sehr gefallen in meiner zukünftigen Tätigkeit als Privatier, Schriftsteller und Flaneur. Vielleicht ist noch ein bisschen Türsteher mit dabei. Man weiß ja nie.

Ansonsten empfehle ich Euch noch, Fan der Seite rap.de zu werden und wenn Ihr wissen wollt, welche Buchveröffentlichungen, Performances,Gallerie-Lesungen, Box-, BJJ und Grapplingkämpfe anstehen, Yo!, dann schaut auf meine offizielle Facebookseite.


Somit verbleibe ich mit den allerbesten Grüßen, Wünschen, Empfehlungen und sage zum Abschied leise Servus.

Hochachtungsvoll,

staiger


[ 12 Kommentare / Kommentieren / Versenden / RSS Abonieren ]
09.09.2010
Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.
Dieser Blog ist zeitgleich auch auf meiner myspace Seite erschienen. vielleicht ist er dort auch angenehmer zu lesen. Ich meine rein optisch. Einfach den Link anklicken. Yo!
Eigentlich ist diese Debatte um Thilo Sarrazin so ärgerlich, dass ich eigentlich nichts dazu sagen und schreiben wollte. Warum auch. Herr Sarrazin hat es geschafft. Er ist der ehemalige Finanzsenator von Berlin, er ist Bundesbankvorstand, er hat es mit viel Fleiß und Zahlen und Aktenkenntnis zu etwas gebracht und gehört jetzt zu dem, was man Führungselite nennt. Ich weiß nicht, ob er sich aus armen Verhältnissen nach oben geboxt hat oder ob er mit einem goldenen Löffelchen im Mund geboren ist, Fakt ist: Thilo Sarrazin mag keine Menschen.

Es geht eben gar nicht mal so sehr darum, ob er recht hat mit seinen Thesen. Ich denke, dass er mit vielen seiner pauschalisierenden Aussagen über die Anhänger einer bestimmten Religion definitiv unrecht hat, nichtsdestotrotz wird dir jeder Sozialarbeiter bestätigen, dass es die von ihm angesprochenen Probleme tatsächlich gibt.

Komischerweise kommen aber alle, seien es Sozialarbeiter, Lehrer, Betreuer und vielleicht auch Polizisten, also alle, die sich mit dem Problem in ihrer täglichen Arbeit auseinandersetzen müssen, zu einem anderen Schluss, als der ehemalige Berliner Finanzsenator. Ein Finanzsenator, der den Schulen das Geld gestrichen hat und der mitverantwortlich ist, dass im Bereich Jugendarbeit in Berlin in den letzten Jahren ... Millionen Euro abgezogen wurde.

Es kann ja sein, dass Deutschland immer ärmer wird und dass sich diese ärmeren
Schichten auch noch schneller fortpflanzen als die reichen Akademikerfamilien. Doch welche Schlüsse wollen wir daraus ziehen. Sterilisation für Hartz Vier Empfänger? Hammeridee! 50.000 Euro für jedes Kind, dass in einer Akademikerfamilie geboren wird. Noch bessere Idee! Kleinere Klassen, zwei Lehrer und fundiert bessere Bildung für ALLE Schichten. Scheißidee. Zu teuer.

Thilo Sarrazin argumentiert aus der Position des Stärkeren. Aus einer Position von einem, der es geschafft hat. Dabei tritt er auf denen herum und spuckt auf jene, die sich seiner Meinung nach nicht genug anstrengen. Dabei vergisst er, dass es tatsächlich ein großes Glück und Privileg ist, wenn man in solche Positionen kommt, die Herr Sarrazin bekleidet. Er aber denkt, dass alles, was er erreicht hat, nur das Verdienst seiner eigenen Leistung ist. Das stimmt aber nicht, denn da fehlen noch Kontakte, Machtverhältnisse, Klüngel, Beziehungen und eben das Glück zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein.

Die Menschen, die früher noch bei Balsen, Schultheiß oder BMW am Band standen, einfache Arbeiter, die aber trotzdem noch gutes Geld nachhause gebracht haben, waren einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Tja Pech gehabt Ihr Kakerlaken und dann rechnet der Finanzsenator vor, wie man von Hartz Vier prima leben kann. Kann man. Bestimmt. Aber es ist ein Unterschied, ob das jemand über lange Jahre hinweg machen muss oder ob das jemand im Selbstversuch für zwei, drei Monate macht, bei dem in dieser Zeit dann trotzdem das Senatorenjahresgehalt in Höhe von 130.000 Euro auf seinem Konto eingeht, plus natürlich die zuzüglichen Nebenverdienste aus diversen Aufsichtsratsposten.

Wissen Sie Herr Sarrazin, aus diesem Grunde sind sie nicht besser als ihr ehemaliger Politikerkollege Roland Koch, der genauso arrogant und selbstgefällig auf den Schwachen herumtrampelt und aus diesem Grund sind auch Sie ein Hurensohn! / Das wird man doch wohl noch sagen dürfen.

Wobei wir beim eigentlich Thema sind. Die BILD Zeitung hat am letzten Samstag eine Titelseite veröffentlicht, mit der sie sich nach langer Abtastarbeit nun doch auf die Seite von Thilo Sarrazin geschlagen haben. Lange war die Springerpresse zurückhaltend und sich nicht ganz sicher, ob der Schuss nach hinten losgeht, nun will die größte Zeitung der Republik aber herausgefunden haben, dass die Volksseele kocht und dass sich viele Menschen dagegen wehren würden, dass man in Deutschland nicht (mehr) alles sagen darf.

Ich kann das nicht bestätigen. Ich finde zwar tatsächlich, dass es dumm ist, wenn jemand sagt: "Juden sind unser Unglück". Ich finde, dass man Sätze wie: "Schuld daran sind die Ausländer", "Frauen zurück an den Herd", "Schwule raus" und "Ich bin stolz, Deutscher zu sein" einfach nicht sagen muss. Warum auch? Ich kann das nicht verstehen. Trotzdem sind diese Sätze nur zum Teil verboten und ich höre sie immer wieder. Ich höre auch einen Satz wie "aber es ist schon so, dass unter Hitler die Straße sicherer waren. Da ist dir auf jeden Fall nichts passiert.". Auch das darf man sagen, ist aber trotzdem falsch. Wenn man nämlich Sozialdemokrat, Kommunist, Jude, Schwarzer, Zigeuner, Homosexueller, Behinderter oder sonst wie aus der Art geschlagen war, dann war man eben ganz und gar nicht sicher. Diese Menschen konnten eben nicht so einfach durch die Straßen gehen, mit diesem wohligen Gefühl der Sicherheit.
Abgesehen davon gab es diese Art der Sicherheit und Überwachung auch noch ein bisschen später, in einem Land, das vor gut 20 Jahren abgeschafft wurde, weil genau diese Art von Sicherheit den Menschen etwas weggenommen hat, nachdem sie sich anscheinend fast noch stärker sehnen: Freiheit!

Nun. Anscheinend besitzen wir ja diese Freiheit und die gute Springerpresse von Berliner Morgenpost über BILD bis hin zur B.Z. profiliert sich als ihr unerschrockener Verteidiger. Meinungsfreiheit heißt die Kampfparole und die Titelseite lautete dementsprechend: "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen."
Nun, sagen kann man viel, viel interessanter ist ja, was damit geMEINT ist. Schließlich heißt das ganze ja auch Meinungsfreiheit.

Ein Auszug mit Anmerkungen und Fragen.

"Wer Arbeit ablehnt, verdient keine Stütze" / gemeint ist, wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen und geht von der irrigen Annahme aus, dass es tatsächlich noch genügend Arbeit für alle gibt. In Zeiten, in denen sich Geld auf wundersame Art bei Wetten an der Börse vermehrt, die klassische Arbeit entweder vollautomatisiert oder ausgelagert wird, eine fast schon niedliche Vorstellung. Ich wünsche dem Verfasser dieser Zeilen ausdrücklich nicht, dass er in die Verlegenheit kommt, seinen gut bezahlten Arbeitsplatz bei Springer unverschuldet zu verlieren und dann nach einem Jahr Arbeitslosengeld 1 herunter gestuft zu werden. "Was Sie wollen den Job als Reinigungskraft nicht annehmen. Tja Herr Diekmann, dann müssen wir ihnen leider die Stütze streichen." Na ja. Wird bestimmt nicht passieren. Der Mann hat ja Kontakte.

"Kinderschänder gehören für immer weggesperrt" / Dahinter steckt die Annahme unser Staat sei zu lasch, die Gesetze zu löchrig und überhaupt müsse mal wieder härter durchgegriffen werden. Vergessen dabei wird, dass wir uns in einem System bewegen, dass ungefähr nach dem Prinzip funktioniert: "Wie möchte ich behandelt werden, wenn ich in eine solche Situation gerate." Wenn genug Menschen davon ausgehen, dass sie sich selbst für immer wegsperren würden, wenn sie einen Fehler gemacht haben, oder eine gesellschaftsschädliche Krankheit in sich entdecken, dann müssen wir diese Gesetze machen.
Wenn genug Menschen davon ausgehen, dass sie sich für gewisse Taten selbst zum Tode verurteilen würden, auch auf die Gefahr eines Justizirrtums hin, dann müssen wir die Todesstrafe wieder einführen. Wobei in solchen Fällen ein Justizirrtum tatsächlich tödlich ausgehen kann.
Aber das muss dann wirklich jeder ernsthaft abwägen und mit ernsthaft meine ich, sich wirklich vorstellen, wie man selbst behandelt werden will, wenn man selbst einen Fehler gemacht hat. Derjenige, der ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein. Denkt mal drüber nach.

"Zu viele junge Ausländer sind kriminell" / aha. Untermauert wird diese Behauptung mit Berichten, dass 80% der in Berlin registrierten Intensivstraftäter ausländischer Herkunft sind. Gemeint ist mit dieser Aussage der alte NPD Wahlkampfspruch: "Kriminelle Ausländer abschieben" und damit auch die Weigerung, dieses Problem als unser Problem anzugehen. Wenn man die Typen nur alle schnell genug in ihr "Heimatland" abschiebt, dann wäre man das Problem los. Das Problem ist aber, dass das Heimatland dieser Typen in den meisten Fällen tatsächlich Deutschland ist. Und jetzt?

"Ausländer, die sich nicht an unsere Gesetze halten, haben hier nichts zu suchen" - das ist richtig. Das Problem ist, dass ein Großteil der Straftaten von Ausländern, tatsächlich Straftaten sind, die nur von Ausländern begangen werden können, weil Deutsche nun mal nicht gegen das Aufenthaltsrecht verstoßen können. Oder sind hier wiederum all jene Straftaten gemeint, die von den Ausländern begangen werden, die hier geboren sind und deshalb einen deutschen Pass haben oder haben müssten, die eigentlich also Inländer sind. Ich komme da gerade ein bisschen durcheinander.

"Nicht wir müssen uns den Ausländern anpassen, sondern sie sich uns!" - Das ist ein bisschen drollig, weil ich mir gut vorstellen könnte, dass ein Großteil der Deutschen überhaupt nicht wüsste, an was sich die Ausländer da bitteschön anzupassen haben. An die unaufhörliche Liebe zur großen Deutschen Literatur und Philosophie in Form von Goethe, Schiller, Hölderlin, Schopenhauer, Marx und Hegel. Vorsichtig geschätzt würde ich sagen, dass ungefähr 90% der Deutschen noch nie in ihrem Leben auch nur ein Buch, Text, Gedicht oder Theaterstück dieser großen Geister der deutschen Sprache gelesen haben. Was schade ist. Ist aber so.
Oder sollen die Muselmanen sich an das praktizierte Christentum anpassen? Hahaha. An welches Christentum?
Oder sollen sich die Kanaken an die deutschen Grundwerte wie Offenheit, Toleranz, Rechtsstaatlichkeit und Demokratieverständnis anpassen. Das wäre schön. Ich finde daran sollten sich die Ausländer tatsächlich anpassen, habe aber meine Befürchtung, nach den letzten Umfragen und speziell diesen Artikeln in der BILD, dass das wahrscheinlich nicht gemeint ist damit.

"Wer arbeitet, darf nicht der Dumme sein!" - Diese Forderung ist großartig. Diese Forderung unterstütze ich voll und ganz, diese Forderung ist das beste Argument für eine kräftige Lohnerhöhung in gewissen Bereichen und für einen gesetzlich festgeschriebenen Mindestlohn, so dass jeder der arbeitet auch ein gutes, wirklich gutes Auskommen hat. Leider habe ich auch hier die Befürchtung, dass damit aber etwas anderes gemeint sein könnte. Nämlich Löhne in diesen Sektoren so niedrig lassen, wie bisher, dafür die Stütze runter. Praktischer Nebeneffekt, die faulen Arschlöcher, die ungerechtfertigter weise Hartz Vier beziehen, würden sich endlich mal in ihren faulen Arsch treten und die unterbezahlten Jobs in der Krankenpflege annehmen. Mehr Geld hätten diese Schichten dann trotzdem nicht, aber das brauchen die auch nicht. Eklige Kakerlaken.

Insofern, bis dann und ich hoffe, dass ich nicht zu krass gelangweilt habe.

staiger


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11.11.2009
Back to the streets.
auch wenn ich kein großer Fan von künstlichen Rückzügen ins Kindergartenalter bin, in dem ich alte Pan Tau Filme bei Facebook poste oder Pipi Langstrumpf Lieder singend durch die fußgängerzone hüpfe - heute habe ich mich doch gefreut, dass die Kollegen von hiphopdx.com der Sesamstraße gedachten. Diese wird heute 40 Jahre alt und Oskar aus der Tonne ist auf jeden Fall der coolste Gammler der Galaxie und der andere, der immer alles verkaufen will - ist ein echter Hustler. Mit anderen Worten streetlife to the fullest oder "Das Leben auf der Straße ist nicht leicht - duck dich, denn ich schieße n***a." oder wiederum anders gesagt: Die Sesamstraße - die Schule fürs Leben.

Wenn Ihr zum Besipiel nochmal die Ambition verspüren solltet, mit dem Reimen anzufangen, dann empfehle ich Euch diese Folge. Kein anderer als Ice-Motherfucking-T erklärt Euch, warum er das Wort "rhyme" so gerne hat und die anderen Vögel bringen Euch das Reimen dann auch bei. Oder Euren Kindern.



und dann das hier. Mann was würden wir uns freuen, wenn sido oder Bushido oder Xatar oder Farid Bang diesen kleinen Reim machen würden, damit die Kinder richtig zählen und sprechen lernen. Es wäre zu schön. Mit Vögeln und Fantasietieren. "Addiers dazu! Addiers dazu!" So wie es LL Cool J an dieser Stelle getan hat.



Aber auch die Armen werden nicht vergessen. Und das ist das reale mit der Sesamstraße, damals auch noch mit einem realen Micheal Jackson. Yo!





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