yo Staiger - Der reale Scheiß aka The Real Shit
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Staiger - “Der reale Scheiß aka The Real Shit”
Staiger guckt und schreibt.
11.11.2009
Back to the streets.
auch wenn ich kein großer Fan von künstlichen Rückzügen ins Kindergartenalter bin, in dem ich alte Pan Tau Filme bei Facebook poste oder Pipi Langstrumpf Lieder singend durch die fußgängerzone hüpfe - heute habe ich mich doch gefreut, dass die Kollegen von hiphopdx.com der Sesamstraße gedachten. Diese wird heute 40 Jahre alt und Oskar aus der Tonne ist auf jeden Fall der coolste Gammler der Galaxie und der andere, der immer alles verkaufen will - ist ein echter Hustler. Mit anderen Worten streetlife to the fullest oder "Das Leben auf der Straße ist nicht leicht - duck dich, denn ich schieße n***a." oder wiederum anders gesagt: Die Sesamstraße - die Schule fürs Leben.

Wenn Ihr zum Besipiel nochmal die Ambition verspüren solltet, mit dem Reimen anzufangen, dann empfehle ich Euch diese Folge. Kein anderer als Ice-Motherfucking-T erklärt Euch, warum er das Wort "rhyme" so gerne hat und die anderen Vögel bringen Euch das Reimen dann auch bei. Oder Euren Kindern.



und dann das hier. Mann was würden wir uns freuen, wenn sido oder Bushido oder Xatar oder Farid Bang diesen kleinen Reim machen würden, damit die Kinder richtig zählen und sprechen lernen. Es wäre zu schön. Mit Vögeln und Fantasietieren. "Addiers dazu! Addiers dazu!" So wie es LL Cool J an dieser Stelle getan hat.



Aber auch die Armen werden nicht vergessen. Und das ist das reale mit der Sesamstraße, damals auch noch mit einem realen Micheal Jackson. Yo!





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01.09.2009
Nach der Sommerpause - Der Wahlkampf hat begonnen
Was hat sich die SPD oder Frau Dr. Eva Högl bei der Auswahl dieses Wahlkampffotos gedacht. "Ja auf diesem Plakat sehe ich aus wie eine geistesgestörte Mutter, die Dich zwingen will 8 Kilo Torte zu essen. Auch meine Augen wirken kalt und seelenlos. Das ist gut. Das nehmen wir."


Ich sage: richtig so. Warum mit der Wahrheit hinterm Berg halten? Wenn es so ist, dann ist es halt so. Und jetzt muss ich los. Da wartet noch ein bisschen Kuchen auf mich.

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26.06.2009
Farewell Jacko
Michael Jackson - Ein kurzer Nachruf

Meine Erinnerung an Michael Jackson beginnt mit dem Thriller Video, das ich zum ersten mal in der Eislaufhalle Kornwestheim gesehen habe, bei der Eisdisko.

Die Eisdisko war zu hundert Prozent ein Ort, wo ich auf die Fresse bekommen habe, namentlich von Thorsten S. und Alexander S. Trotzdem war es ein erhebender Moment das Video zu sehen, von dem alle gesprochen haben und das in den vollen 6 Minuten und man hörte die Gerüchteküche. "Das erste Video, das über eine Million gekostet hat, auf jeden Fall das teuerste Video aller, aller Zeiten."

Wie auch immer. Auf die Fresse gabs danach trotzdem und ich habe mir die Platte gewünscht: THRILLER von Michael Jackson und ich habe sie mir zu Weihnachten gewünscht.

Was dann unter dem Weihnachtsbaum lag war dann tatsächlich eine Platte, doch als ich sie auspackte war da kein noch einigermaßen, schwarzer Michael Jackson drin sondern ein total weißer Elvis Presley. Die Erklärung meiner Mutter dürfte mittlerweile legendär sein. Trocken meinte sie: "Die Verkäuferin hat gesagt, das sei fast dasselbe. Jetzt reg Dich mal nicht auf."

Das hat ehrlich gesagt bis heute traumatische Spuren bei mir hinterlassen und noch heute tue ich mir damit schwer, mir etwas zu wünschen. Man kriegt ja letztendlich doch nicht, was man will.

Michael Jackson aber habe ich mir dann doch noch geholt und ich mochte Billy Jean und dieses Duett mit Paul Mc Cartney: Ebony and Ivory. Ihr seht, ich war schon immer ein romantischer Rassen und Weltversöhner.

Dann tauchten in der Bravo oder so Bilder von einem Feuerunfall von Michael Jackson auf. Ein Unfall weswegen er sich dann einer kosmetischen Operation unterziehen musste und forthin hatte er eine andere Nase und eine andere Hautfarbe. Das mit der Hautfarbe und der Nase wurde dann nach und nach immer schlimmer, so dass man ihn sich nicht wirklich anschauen konnte oder wollte.
Zur selben Zeit erschienen auch die Berichte über Michaels Kindheit und dass er von seinem Vater mit dem Gürtel geschlagen wurde und dass er um seine Kindheit betrogen wurde, wie auch später um sein ganzes, restliches Leben. Daran musst ich dann auch immer denken, wenn ich den Namen Michael Jackson hörte.

Zu "Bad" Zeiten fand ich Michael Jackson nicht mehr richtig cool und ehrlich gesagt fand ich seine Sachen nach Thriller immer erst mit 2 Jahren Verspätung gut. Zum Zeitpunkt des jeweiligen Erscheinens konnte ich das nie eingestehen, da fand ich es einfach nur schrecklichsten Popschmutz.

Ausnahme natürlich "Heal The World" (ehemals fälschlicherweise "Save The World"). Das fand ich sofort geil, würde es aber bis heute nicht öffentlich zugeben, selbst unter Folter nicht, aber manchmal, besonders zur Weihnachtszeit, singe ich das manchmal auf meinem Fahrrad.

Später wurde Michael Jackson dann immer mehr zum Freak und es war nicht schön, wenn man das zu sehen bekam. Irgendwie hat man sich immer gewünscht, dass ihm jemand hilft und auf der anderen Seite konnte man staunen, dass er mit dieser Scheiße durchkam und dass seine gesamte Belegschaft die Verrücktheiten des Superstars mitgemacht hat. Unfassbar.
Auf keinen Fall wollte man sich allerdings vorstellen, wie dieser Mutant Sex hat und eine relativ beruhigende Nachricht war, dass der Typ in seiner Kindheit gefangen steckte und gar keine Sexualität wie erwachsene Menschen hatte. Für die Kinder und die erhobenen Vorwürfe gegen ihn, hoffe ich, dass diese Version stimmt, denn dann kann man damit leben, dass Kinder bei ihm im Bett übernachtet haben, weil dann ja hoffentlich tatsächlich nichts schlimmes passiert ist. Falls doch, dann frage ich mich trotzdem, warum da niemand eingegriffen hat? Der Mann war doch offensichtlich krank. Da muss man doch handeln.

Auf jeden Fall hat es mich heute Nacht dann doch überrascht, dass Michael Jackson mittlerweile 50 Jahre alt geworden ist. Irgendwie dachte ich, dass Michael Jackson immer irgendwie so 24 Jahre alt ist, oder 12 oder 16. Aber 50???? Niemals. Und dann dachte ich, wie sein Körper wohl ausgesehen hat. So ein dünner Kinderkörper aber dann doch halt 50 mit all den Verschleißerscheinungen wie schlaffer Haut und so.

Das war keine schöne Vorstellung. Das könnt ihr mir glauben.

Und deshalb. Lebe wohl Michael Jackson. Einer der skurrilsten, talentiertesten und gleichzeitig bedauernswertesten Menschen dieser Welt hat uns verlassen. Zu jung, doch was bleibt ist ein Häufchen Leben. Ich hoffe, es geht ihm in einer anderen Welt besser.


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