Jay-Z ärgert Occupy

Jay-Z hat sich mit einer frechen Aktion unbeliebt bei den Anhängern der Occupy-Bewegung gemacht. Aus dem Slogan "Occupy Wall Street" hatte er kurzerhand durch Durchstreichen bzw. Hinzufügen jeweils eines Buchstabens den Spruch "Occupy All Streets" gemacht und diesen auf ein T-shirt drucken lassen. Das Hemd gibt es für 22 Dollar zu kaufen. "I'm a Business, man", rappte Jay-Z eben seinerzeit nicht nur so zum Spaß.
 
In einem Interview bekundete er, ganz cleverer Geschäftsmann, dann auch seine Sympathie für die Banken- und Börsenkritiker. Die Occupy-Bewegung sei "unglaublich gut, weil sie die Menschen daran erinnert, dass wir überall in unserer Gesellschaft ganz dringend Veränderungen brauchen."

Als er jedoch gefragt wurde, ob die Erlöse aus dem Verkauf des Hemds denn auch der so freundlich gelobten Occupy-Bewegung zugute kämen, antwortete Jay-Z allerdings gewohnt ignorant: "Warum das denn?" Die Vorstellung, aus einer cleveren Idee keinen Dollar für sich selbst, sondern für eine nach eigenem Bekunden gute Sache zu machen, ist ihm anscheinend fremd.

Die Occupy-Anhänger reagierten mit erwartbarer Empörung auf die dergestalt zur Schau gestellte Ignoranz des Jiggaman. ""Der Typ hat die Sensibilität einer Straßenratte", wurde ein Mitglied von Occupy zitiert. Auch diverse Medien kritisierten den Rapper und nannten ihn geizig. Die Proteste blieben nicht ohne Wirkung: Rocawear stellte die Produktion des umstrittenen Shirts mittlerweile kommentarlos ein.

Jiggas "Watch The Throne"-Kollege Kanye West hatte sich bereits vor einigen Wochen unbeliebt bei Occupy gemacht, als er lediglich für ein paar Fotos am Rande der Proteste posiert und dann rasch wieder in einer sicherlich nicht ganz billigen Limousine verschwunden war (rap.de berichtete). Rapper wie Lupe Fiasco und Immortal Technique dagegen hatten von Anfang an glaubhaft ihre Unterstützung der antikapitalistischen Bewgung zum Ausdruck gebracht (rap.de berichtete).

 

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