F.R.s Tourabschluss in Berlin

Am Freitagabend endete die "Willkommen Zuhause"-Tour von F.R. im Magnet Club in Berlin – passenderweise, muss man sagen, denn seit einiger Zeit wohnt der gebürtige Braunschweiger ja auch in der Hauptstadt.
 
"Willkommen zu Hause" passte aber auch abgesehen davon hervorragend zum Abend. Das von der draußen herrschenden Eisekälte schnell wieder erholte Publikum bereitete F.R. gegen halb neun einen derart warmen Empfang auf der Bühne, dass die Minusgrade vor der Tür schnell vergessen waren. Von der esten bis zur letzten Reihe des ausverkauften Magnet-Clubs schien sich die Menge also tatsächlich wie zuhause zu fühlen. Unterstützt von DJ, Live-Drummer und Backgroundsängerinnen legte der schmächtige Junge gleich ordentlich los.
 
Und auch, wo F.R. sich zuhause fühlt, ist kein Geheimnis: Auf der Bühne wirkte er dann auch dementsprechend locker und souverän. Das Publikum, ein bunter Mix aus jung und alt, männlich und weiblich, Student und Skater, Rapfans und Pophörern, fraß ihm auch bereitwillig aus sämtlichen ausgestreckten Händen. Die Arme waren fast durhchgehend in der Luft und sowohl alte wie neue Songs wurden Wort für Wort mitgerappt. Wobei gerade die neuen Songs ihre hervorragenden Live-Qualitäten unter Beweis stellten.
 
Auf Gimmicks und Spielchen verzichtet F.R. fast völlig, selbst zu Ansagen lässt er sich eher selten hinreißen. Im Mittelpunkt der Show stehen ganz klar seine Songs, die er mit viel Energie und Power performt. Für ein wenig Abwechslung sorgte höchstens ein Clown, der kurz auf der Bühne herumhüpfte und wieder verschwandt. Später sah man denselben Typen nochmal auf der Bühne, dieses Mal statt im Clowns- fast im Adamskostüm – die Unterwäsche behielt er aber zum Glück doch an. Ob das der angekündigte Special Guest war? Man hatte ja eigentlich eher mit F.R.s ehemaligem Mitbewohner Tim Bendzko gerechnet…
 
Der guten Stimmung jedenfalls tat das keinen Abbruch. Gegen Ende, bei F.R.s vielleicht bislang größtem Hit "Sonne schneit", war der Siedepunkt erreicht: Der Saal kochte. Auch als er zu einem etwa anderthalbminütigen Acapella-Freestyle ansetzte, war die Freude im Saal groß. Doch auch der schönste Abend geht irgendwann mal zuende. Nach gut zwei Stunden und einigen Zugaben war dann Schluss. Draußen wartete erneut die Eiseskälte auf die durchgeschwitzte Masse, aber das war, den fröhlichen Gesichtern nach zu urteilen, dann auch mal egal in diesem Moment.
 

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