THQ – Red Faction: Guerilla

Red Faction: Guerilla
 

Mit "Red Faction: Guerilla" von Volition und THQ hält die lang erwartete "Geo-Mod 2.0" Engine Einzug auf den Next Gen Konsolen. Und nach allem was man bereits so in der Vorschau gesehen hat und einem in der Demo präsentiert wurde, habe ich das Spiel mit viel Spannung erwartet. Doch lohnt sich der Ausflug auf den Mars wirklich? Die XBOX 360 Version versucht mir darauf Antworten zu geben.
 
 
Zur Story
 
Die Geschichte in "Red Faction: Guerilla" spielt im Jahre 2125 also gut 50 Jahre nach den Vorfällen in dem ersten Teil "Red Faction".  Damals wollte die "Ultor Corporation" mit allen Mitteln die Minenarbeiter ausbeuten und sich die Vormachtstellung auf dem Mars sichern, nur hatte die "Ultor Corporation" nicht mit dem heftigen Wiederstand der Minenarbeiter gerechnet von denen sich einige zur "Red Faction" vereinigten. Unterstützung bekam die "Red Faction" von der "EDF", der "Earth Defense Force", mit deren Hilfe die "Ultor Corporation" vom Mars verjagt wurde.
 
 
Leider wurden aber in den Jahren danach die Rohstoffe auf dem Mars immer bedeutender für die Menschen auf der Erde und so begann der Kampf um den Mars erneut. Nur ist es diesmal die "EDF", die Minenarbeiter unterdrückt und mit allen Mitteln die Rohstoffe kontrollieren will. Da die Marketing Abteilung der "EDF" alles daran setzt, die Umstände nicht an die grosse Glocke zu hängen, werden immer noch zahlreiche Menschen auf der Erde vom schnellen Geld des Mars angezogen. So auch Alec Mason, seines Zeichen Bergbau-Ingenieur, der auf dem Mars nicht nur eine Arbeit sondern auch seinen Bruder sucht.
 
 

Nur währt die Wiedersehensfreude nicht sehr lange und Alec Mason muss miterleben, wie die "EDF" mit Aufständischen verfährt und damit Alec Mason zum Mitglied wider Willen in der Red Faction werden lässt. Von nun an seid ihr die letzte Hoffnung auf die endgültige Befreiung des Mars und dürft euch als Alec Mason in einer 3rd- Person Ansicht durch die vielen kleinen und grossen Missionen schlagen und das im wahrsten Sinne des Wortes.
 

 
Es gilt die fünf Hauptgebiete des Mars von der "EDF" zu befreien. Dazu gibt es neben den 3 bis 4 Hauptaufgaben, die zur Fortführung der Story dienen und neue Gebiete freischalten auch viele Nebenmissionen, wie zum Beispiel die Befreiung von Gefangenen, der Überfall auf einen Konvoi oder auch einfach nur die Zerstörung von "EDF" Eigentum. Als "Belohnung" findet man sogenannten Barschrott in den zerstörten Gebäuden oder Fahrzeugen der es euch ermöglicht, Upgrades oder neue Waffen zu kaufen. Ausserdem werden durch solche "Guerilla" Aktionen die Moral der Mars Bewohner gestärkt. Je höher die Moral um so mehr wird Alec Mason von der Bevölkerung unterstützt.
 
 
Die Technik
 
Die Steuerung der Figur geht leicht von der Hand, einzig die Belegung
der Waffenauswahl ist am Anfang etwas ungewohnt und lässt sich leider auch nicht anders belegen. Was aber die Auswahl an Waffen angeht, haben sich die Leute von Volition/THQ an den Arbeitsgeräten und Maschinen eines "Miners" orientiert. Neben dem obligatorischen Vorschlaghammer, den ihr auch nicht ablegen könnt, dürfen drei weitere Waffen mitgeschleppt werden. Von einem Bogenschweißer über diverse Raketenwerfer und  Haftminen bis hin zur schnöden Automatic steht einem alles zur Verfügung
 
 
Dank der Geo-Mod 2.0 Engine lässt sich wirklich jedes Gebäude physikalisch komplett zerlegen, denn der Schaden und seine Auswirkung auf die Gebäude bzw. Umgebung werden in Echtzeit berechnet und verdammt gut in Szene gesetzt. Ob ihr ein Gebäude nur mit dem Vorschlaghammer bearbeitet oder lieber in die Luft sprengt, Spass macht irgendwie beides. Insbesondere die Herausforderungen "Abrissmeister" haben es in sich, da man unter Zeitdruck und Vorgabe des Werkzeugs ein Gebäude plätten muss. Und da kommt es schon auf die richtige "Technik" an und darauf die Schwachstellen in einem Gebäude zu kennen.
 
 
Der Multiplayer
 
Das muss man dem Spiel lassen, im Multiplayer wurde hier alles richtig gemacht. Eine gute Lobby, wo man einfach mit Freunden gegen-einander antreten kann oder gemeinsam gegen den Rest der Welt antritt. Bis zu 16 Leute können an einem Match teilnehmen und dementsprechend gross ist die Auswahl an unterschiedlichen Karten. Bei allen 21 Maps lässt sich auch die Tageszeit anpassen und erhalten so die bekannten Karten ein neues Gesicht. Zur Verfügung stehen neben den Standards "Anarchy" (Free for All) bzw. "Team Anarchy" (Team Death-Match) und "Capture the Flag" noch diverse Abwandlungen bekannter Modi.
 
Der "Siege"-Modus geht über zwei Runden, eine Runde Angriff und eine Runde Verteidigung von Gebäuden, bei dem dann die Mannschaft gewinnt, die den meisten Schaden in kürzester Zeit erzeugt hat. Bei "Damage Control" geht es um das Einnehmen und Halten von drei Kommando-Punkten. Jeder eingenommene Kommando-Punkt lässt den Counter nach oben steigen und führt Dein Team zum Sieg. Eine nette Idee ist auch der Spielmodus "Abbruchmannschaft" bei der man im "Hot Seat Modus" gegeneinander antreten kann um zu sehen, wer der Herr der Zerstörung ist.
 
 
Waffentechnisch steht hier natürlich bis auf die Fahrzeuge alles zur Verfügung was man bereits aus der Kampagne kennt. Anstelle der Fahrzeuge treten im Online-Modus verstärkt "Rucksäcke" in Erscheinung, mit denen man eine bestimmte Fähigkeit kurzfristig nutzen kann. Da gibt es das "Jetpack" mit dem man kurz durch die Luft fliegen kann oder den "Rhino" mit dessen Hilfe keine Mauer mehr vor euch sicher ist.  Und zum Glück muss man nicht erst auf Level 50 aufsteigen um solche schicken Sachen zu benutzen. Man erhält zwar EP’s für die Online Spiele schaltet damit aber "nur" Charaktere frei bzw. bekommt Boni für bestimmte Aktivitäten freigeschaltet. Einzig der eigene Vorschlaghammer kann noch optisch angepasst werden.
 
Fazit
 
Volition und THQ haben hier alles richtig gemacht: Gute Story in der Kampagne die dank "Sandbox" auch lange für Spielspass sorgt und technisch sehr flüssig läuft. Insbesondere das Lösen von Aufgaben auf unterschiedlichste Art und Weise macht echt Spass, so passiert es doch relativ schnell, dass man von der bekannten "Hau rauf" – Taktik zu subtileren Ansätzen wechselt um eine Aufgabe zu erledigen. Einen Multiplayer, der verdammt gut läuft und eine "Geo-Mod 2.0" – Engine, die absolut Spass macht.

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