Sony – Heavenly Sword

Wieder einmal herrscht Krieg in einer der mittlerweile unzähligen fiktiven Fantasywelten. Doch diesmal spielt das Szenario auf Sonys neuer Zauberkiste, was das Spektakel zu etwas besonderem macht. Denn Sony selbst schickt die tapfere Nariko im selben Genre auf das Schlachtfeld, auf dem sich auch Kratos tummelt. Aber dazu später mehr.

Denn hier steht Nariko im Vordergrund. Die zierliche Schönheit ist wird beauftragt, das mysteriöse himmlische Schwert in Sicherheit zu bringen, bevor es der fiese König Bohan in die Finger kriegt. Auf dem Weg der Rettungsaktion muss Nariko das Schwert jedoch benutzen und wird somit zur Schwertträgerin. Ihre Seele verbindet sich mit der Klinge und daraufhin stellt sie sich dem König in den Weg.

Hiermit sind die Grundzüge der Geschichte dargestellt, die euch an das Pad fesseln wird. Ihr steuert Nariko durch die abwechslungsreichen Areale und macht Horden eurer Gegner platt. Das funktioniert zwar ähnlich spektakulär wie bei God of War, ist aber nicht annähernd so blutig. Generell ist das Kampfsystem ein wenig simpler, auf den ersten Blick. Angriffe führt ihr durch Tastengekloppe aus, ihr könnt aber auch Strategie mit einbringen. Durch das Erlernen von Kombos stehen euch neue Wege in den Schlachten offen, für die ihr extra Punkte bekommt. Geblockt wird durch absolute Passivität, ihr müsst gar nichts machen. Wollt ihr die Angriffe jedoch kontern, müsst ihr mit perfektem Knopfdrücken Timing beweisen. Irgendwie ist das Kampfsystem aber ein wenig undurchsichtig und nicht so eindrucksvoll wie beim direkten Konkurrenten. Eindrucksvoll sind hingegen die Animationen der Kämpfe, in den meist begrenzten Arealen, die ihr nach den Kämpfen verlassen könnt. Für noch ein wenig mehr Abwechslung sorgen die kurzen Abschnitte mit Kai, einer Freundin aus eurer Truppe. Sie besitzt Distanzwaffen, die ihr direkt per Bewegungssensor steuern könnt. Also sei der Pfeil!

Die Grafik des Spiels kann ohne zu zögern als genial beschrieben werden. Ihr habt aufregend gestaltete Level, die euch die Kinnlade runterfallen lassen. Noch besser aber sind die Zwischensequenzen, die im Bereich der Mimik alles bisher Gesehen in den Schatten stellen und echtes Kinofeeling aufkommen lassen. Fantastische Synchronisation und ein atmosphärischer Soundtrack machen die Präsentation perfekt. Da stören auch die kleinen Ruckler nicht. Auch die Steuerung ist leicht erlernt und schnell gelingen euch richtig coole Kampfmoves und Konteraktionen. Auch die Steuerung der Wurfgeschosse mit den Bewegungssensoren ist nach dem ersten Mal erlernt.

Heavenly Sword ist ein Kracher, keine Frage. Die Präsentation, das Gameplay und die Story werden euch nicht mehr loslassen. Auch die Frustmomente halten sich bei den fairen Speicherpunkten in Grenzen. Was jedoch gar nicht geht ist die Spieldauer von ungefähr 7 Stunden. Bei Amazon kostet der Titel 72,- und dann bekommt ihr lächerliche 6 Kapitel, die in der Zeit locker zu bewältigen sind. Hinzu kommt das Fehlen verschiedener Schwierigkeitsgrade, was durch verschiedene Extras wie Skizzenzeichnungen, ein Making-Of und Animationen wet gemacht werden soll. Leider vergeblich. Dafür sind die Story und die Präsentation überwältigend. Wer aber eh nur auf kurze, knackige Spiele mit viel Action steht, kann beruhigt zugreifen.

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