Surowa Wersja – Unikat EP

Null. Genau so viel Polnisch verstehe ich. Genau aus dem Grund werde ich Platte „Unikat“ der vor-vorjährigen Jam Sessions-Gewinner Surowa Wersja auch nicht bewerten, sondern lediglich beschreiben, wie sie auf mich wirken. Die Presseinfo (auf deutsch) zum Album interpretiere ich als ein quasi-Versprechen, dass der Funke trotz Sprachbarriere auf die deutschen Hörer überspringen wird. Na mal hören.

Allgemein: Rapper MC Brat, Sängerin Basia, DJ Deforma und die Produzenten Deft & Belton (Drumkidz) verstehen ihr Handwerk. Die Raps sitzen auf den melodisch-elektronischen Beats Marke Eigenbau alle wo sie hingehören und werden durch den Gesang sauber abgerundet. Das Album wartet mit jeder Menge Abwechslung und ausgefeilten Skills auf.

Zur Wirkung: Doch der Funke will bei mir trotzdem nicht so richtig überspringen. Die gute Umsetzung lässt mich doch an der einen oder anderen von der Band zelebrierten Stimmung teilhaben, doch auf Albumlänge vermag mich das Material nicht zu fesseln. Das geht mir aber auch mit schwedischem oder französischem Rap so, wo ich sogar ein paar Brocken verstehe.

Ist der Text dem Hörer unzugänglich müssen Stimmung und Umsetzung entweder hundertprozentig killen oder sind eben Geschmackssache, oder die Musik funktioniert eben nur über die Beats. Surowa Wersja treffen in diesem Fall einfach nicht meinen Geschmack. Die Band hat es aufgrund ihres Potenzials aber trotzdem verdient, von allen zumindest mal angehört zu werden.

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