The Game – „The Doctor’s Advocate“

"The Doctor’s Advocate" ist erschienen. Eine interessante CD, die einer längeren und andersartigen Review würdig ist. Unter Anderem habe ich mir folgende Fragen gestellt, als ich die CD in meiner Hand hielt und in den CD-Player gelegt habe. Nun bin ich um ein Vielfaches schlauer, auf die im Raum stehenden Fragen gibt es nun die lang erwarteten Antworten.

Was unterscheidet „The Doctor’s Advocate“ von „The Documentary“?

First of all, Dr.Dre war nicht als Executive Producer tätig, The Game höchstpersönlich übernahm diese Rolle. Er wollte sich musikalisch weiterentwickeln und neue Herausforderungen finden. Zwischen Dre und The Game gibt es keinen Beef, ernste und tiefsinnige Worte widmet der Compton-Rapper seinem ehemaligen Mentor in dem Song „The Doctor’s Advocate“. „Workin’ with Dr.Dre was a dream“, so äußerte er sich vor 2 Jahren auf „The Documentary“. Bei dem neuen Longplayer war die Zusammenarbeit keine Traum, sondern vorerst einmal Vergangenheit.
 The Game hat seinen Job wirklich sehr gut gemacht, Dre hat aber das einzigartige Talent, ein sehr gutes Endprodukt noch um ein Vielfaches zu perfektionieren. Was wäre wenn? Es tut im Endeffekt nichts zur Sache, interessant wäre ein Mitwirken von Dre aber garantiert gewesen.

Welche Produzenten waren tätig?

Just Blaze, Scott Storch, Kanye West, Swizz Beatz, Hi Tek, will.i.am, Nottz, Jonathan Rotem, Jellyroll, Mr.Porter, Ervin „EP“ Pope, DJ Khalil und Reefa.
Kein Timbaland, kein Dr.Dre, kein Buckwild, kein Eminem und natürlich war auch Havoc nicht als Producer tätig. Auswirkungen auf die musikalische Seite der Platte trägt dieser Sachverhalt aber nicht mit sich. Die Produzenten haben ganze Arbeit geleistet, repräsentieren den typischen Westcoast-Sound ebenbürtig.

Auf welche Features kann sich der Hörer freuen?

Snoop Dogg, X-Zibit, Nas, Junior Reid, Busta Rhymes, Nate Dogg, Kanye West, The Dogg Pound, Jamie Foxx und Marsha Ambrosius.
Von allem ist etwas dabei, auf Tracks wie „California Vacation“ (feat. Snoop Dogg& X-Zibit) und „Why you hate the Game“ (feat. Nas& Marsha Ambrosius) kann sich aber jeder vorab schon einmal freuen.

Kann „The Documentary“ getoppt werden?

„The Documentary“ ist einzigartig und grandios. Ein unfassbares Album, wahrscheinlich das beste Album der letzten Jahre. Vielleicht ein Klassiker, welcher wahren Fans immer in Erinnerung bleiben wird.
„The Doctor’s Advocate“ muss sich nicht verstecken. Die Lieder gehen unter die Haut, direkt ins Ohr und manche auch direkt in Richtung Herz& Seele. Unbestritten handelt es sich um einen qualitativ und inhaltlich wertvollen Nachfolger von „The Documentary“. Damit wird sich das neue Album defintiv nicht als kommerzieller Flop entpuppen, sondern in den oberen Chartregionen einreihen und über Wochen halten.
Mit der ersten Single „It’s okay“ landete The Game bereits einen echten Ohrwurm, bei der zweiten, von Scott Storch produzierten, Singleauskopplung „Let’s ride“ handelt es sich ebenfalls um einen Volltreffer.
Will.i.am lieferte für den Song „Compton“ einen übermäßigen Monsterbeat ab, der den Hörer mit auf Reise in die Vergangenheit nimmt. Erinnerungen an NWA werden wach, The Game spricht von sich, seiner Herkunft und seinen Idolen, der Hörer kommt sich wie in einem unvergesslichen Film vor. Großes Kino!
Unterm Strich wird „The Doctor’s Advocate“ nicht enttäuschen. Nach mehrmaligem Hören wird jedermann von den Produktionen, den Raps und dem Gesamtprodukt absolut überzeugt sein, da gibt es keine Zweifel. Aber ob „The Documentary“ getoppt werden kann, das steht in den Sternen…

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