SOCOM II

Command a Team, kick some Ass… So hieß es zumindest im letzten Jahr bei Erscheinen des ersten Teils von Sonys Online Flaggschiff. Jetzt ist der 2.Teil erschienen, und ich habe Recht behalten. SOCOM I verblasst in allen Punkten gegenüber der Neuauflage und lässt somit den kränkelnden Vorgänger im tiefen Keller der Prototypen verschwinden. Bereits beim Einschalten begrüßt euch der lieb gewonnene SOCOM Ladebildschirm, den ihr übrigens länger als noch beim Vorgänger genießen könnt. Diese längeren Ladezeiten gehen mit der heftig aufgebohrten Grafik einher, die fast schon DirectX9 Niveau erreicht. Dies liegt vor allem an den neuen hochauflösenden Texturen und Charaktermodelle. Zudem bieten die Levels mehr Freiraum und Größe als die Vorgängerlevel, die man jetzt dank der erhöhten Weitsicht einfacher erkunden kann.
Auch im Team scheint sich einiges geändert zu haben. Die Holzköpfe des ersten Teils wurden anscheinend durch Holzköpfe mit höherem IQ ausgetauscht, im Endeffekt also durch perfekte Soldaten. Die Spracherkennung funzt sehr viel besser als im Vorgänger, und die Ausführung der Befehle erfolgt prompt und so wie man es wollte. In 12 Levels kämpft ihr euch durch 4 verschiedene Regionen, die thematisch gut aufgearbeitet wurden: Albanien, die Slums Rios, Russland und Afrika stehen auf eurer gut ausgewählten Touri-Route. Zumindest scheint es so, als wären die Amerikaner bzw. die Spezialeinheiten, mit denen ihr in manchen Missionen zusammenarbeitet, typisch distanz- und rücksichtslose Touristen („Die sieht aus, als würde man sie für alte Flaschen kaufen können.“ – Zitat eines Mitstreiters beim Anblick einer Frau in Rio…).
Ihr bedient euch eines noch breiteren Arsenals aus Gewehren, Pistolen usw. als beim Vorgänger, wobei diesmal beim Beenden des Spiels auf den verschiedenen Schwierigkeitsgraden zusätzliche Waffensets freigespielt werden können. So dürft ihr nach Beenden des Spiels im Rang Commander bereits auf die netten SAS-Waffen zurückgreifen etc. Auch neue Charaktermodelle, Artworks und Musikstücke gilt es freizuspielen. Alles in allem ist dieser Boni-Faktor einer der wichtigsten Unterschiede zum ersten Teil, nebst dem von Anfang an auswählbarem Schwierigkeitsgrad.
Zum Spiel bleibt wirklich wenig zu sagen. An Levelaufbau, Steuerung und Spielablauf hat sich im Vergleich zum ersten Teil nichts verändert. Nur funktioniert einfach alles besser und sieht so viel schöner aus. Im Multiplayer gibt es da schon revolutionärere Neuerungen: Erstmals könnt ihr SOCOM auch per LAN gegeneinander spielen, genügend Stations und Fernseher vorausgesetzt. Dank der inzwischen recht ansehnlichen Online Community dürftet ihr keine großen Probleme haben, einen Gegner im Netz zu finden oder gar einen eigenen Clan zu gründen.Fazit: SOCOM II gehört in jeden Online-Haushalt und in jede Hand, die schon mal SOCOM I für gut befunden hat. Es hat sich zwar nicht viel geändert, aber das, was sich geändert hat, macht SOCOM II zu einem überragenden Spiel und lässt den Vorgänger in meinen Augen sehr weit hinter sich. Alle, die auf SOCOM II gewartet haben, werden für die Wartezeit mit dem besseren Spiel entlohnt.Pro:
– deutlich höher auflösende Texturen als noch im Vorgänger
– sehr realistische Animationen
– LAN-Support
– 4 unterschiedliche Kontinente und von Anfang an 3 auswählbare Schwierigkeitsgrade
– verbesserte KI der Teamkollegen kombiniert mit besserer Spracherkennung
– gute Atmosphäre durch viele Details, wie z.B. den Originalsprachen des jeweiligen Landes
– viele Extras freizuspielen, die das Freispielen auch lohnen
– Endlich gibt es auf Single- und Multiplayerkarten stationäre Geschütze!
– Schönes und abwechslungsreiches LeveldesignContra:
– es gibt immer noch anscheinend übersehene Fehler aus dem ersten Teil:
– in der Nachtsicht gibt es immer noch keine Informationen über eure Teammitglieder
– schlechte Sounds (aber im Multiplayer egal)
– Körper verschwinden immer noch wenige Sekunden nach dem Ableben, deswegen ist die Körper wegtragen Funktion zum Anlocken oder Verstecken immer noch sinnlos.
– Immer noch ist das Spiel an manchen Stellen viel zu dunkel, als dass man sich orientieren könnte. Da hilft nur das Hochdrehen der Helligkeit am Fernseher
– Die Kommentare sind wie oben beschrieben zum Teil menschenverachtend
– Hallo! Sony! Quicksave? Schon mal gehört?
– Selten, aber ernstzunehmender Frustfaktor: Bugs!!!!Singleplayer: 7
Multiplayer: 7Developer: Zipper Interactive
Publisher: SCEE
Spieler: 1-16
USK: 16Socom II U.S. Navy SEALs kaufen

Scene-Shot
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