Ge-Ology – Ge-Ology Plays Ge-ology

Female Fun ist ein kleines, aber umtriebiges US-Label, das zur Zeit immer wieder wahre HipHop-Leckerbissen präsentiert – nach Artists wie DJ Spinna, Prince Paul oder J Rawls folgt nun als neuester Streich eine CD-only-Veröffentlichung von Ge-Ology a.k.a. G-Young.Ge-Ology ist kein unbekannter Name im US-amerikanischen HipHop-Underground – bekannt für schmucke Artworks, die zahlreiche Rawkus -Cover zieren und Beat-Produktionen für mindestens ebenso viele Acts, darunter Mos Def und Talib Kweli oder Bahamadia. Sein erstes Album, das, wie geasgt, nur als CD erscheint, ist eine Art musikalischer Rückblick: So hat das Multitalent in der eigenen Discographie gebuddelt und lässt im Stileeines Mixtapes jede Menge bereits veröffentlichter Werke sowie unbekannter Beats non-stop ineinander übergehen. Den Schwerpunkt der 30 Tracks machen reine Instrumentals aus – nur auf ein paar Stücken geben sich Gäste wie Vinia Mojica, Pete Rock, Grand Agent oder Consequence die Ehre. Die Basis seines Sounds bilden fette, trockene Beats, pumpende Bässe und verträumt-futuristische Soul-Klangwelten, die ab und zu durch einige Prisen Jazz, Funk ergänzt werden. Höhepunkte des Albums sind verspulte und soulige Tracks wie „Guilt Junkie“, „That’s Right“ oder „Elevator Music“ .An manchen Stellen (Anspieltipps: „Holistic“, „All Alone“) werden schöne Erinnerungen an den warmen Sound von A Tribe Called Quest wach. Einige Beats wirken, für sich stehend, eher monoton und wenig überzeugend. Durch die sauber überblendende Mixtape-Struktur fällt das allerdings nichtbesonders ins Gewicht. Das Resultat: 69 Minuten groove- und soul-orientierter HipHop – ein kurzweiliger Soundtrack, der nicht nur im Sommer zum relaxten Hören einlädt.

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