Likwit Junkies – The L.J.´s

Defari und DJ Babu sind die Likwit Junkies, die uns zum Auftakt des Jahres 2005 ein 18 Songs starkesMixtape liefern, das den Namen „The L. J.`s“ trägt.Die Dialate Peoples Legende DJ Babu ist für die komplette Produktion des Mixtapes verantwortlich,und Defari kennt man nach seinen beiden Longplayern „Focused Daily“ und „Odds and Events“ ja nun auch schon zu Genüge. Dies ist aber die erste gemeinsame Release der beiden Los Angeles Homies, und bei diesem Gemeinschaftprojekt fällt schnell auf, dass sich beide Protagonisten während der Produktionszeit anscheinend in einer Art Experimentierwahn befanden; gelungene Experimente wechseln sich jedoch mit – aus meiner Sicht – relativen Totalausfällen stetig ab.So findet man zum Beispiel bei „One Day Away“ fast schon perfekt abwechselnde Halftime-Doubletime-Flows auf einem genial arrangierten Instrumental, andererseits aber dann völlig wüste Tempi-Wechsel, die sich mit gnadenlosen Offbeatflows abwechseln, wie auf „The good Green“, wobei hier der Titel wahrscheinlich vor den Aufnahmen etwas zu wörtlich genommen wurde. Gleiches Thema, andere Baustelle ist „Keep doin It „, hier dokumentiert Defari nämlich seinen Graskonsum im Detail und feiert seine Liebe zu dieser Pflanze. Schöner Track, mit diskussionsfähigem Thema.„Salute“ wäre eigentlich kein schlechter Track, wenn da nicht in der Hook diese lästigen und übertriebenen Reeverb-Effekte über Vocals und Beat wären, die leider wirklich etwas stören und somit den Hörgenuss erheblich einschränken.Auf der anderen Seite stehen dann wieder Tracks wie „Change“, auf denen Defarimit mit dem gewohnt ruhigen Flow, durch den er sich ja so auszeichnet, interessante Geschichten erzählt. Der Beat ist minimalistisch gehalten, ein vor sich hin klimperndes Sample, das sich perfekt in den Songkontext eingliedert.An Features haben sich Defari und Babu unter anderem Evidence und Planet Asia ins Boot geholt, die durch solide und kreative Beiträge „The L. J.`s“ aufwerten.Zusammenfassend ist das Mixtape allerdings eine Achterbahn zwischen Gut und Böseund somit ist „The L. J.`s“ leider nicht mehr als durchschnittlich und reiht sich für mich ohne viel Wind zu machen in die große Mixtapelandschaft der USA ein. Schade eigentlich…

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