The Foreign Exchange – Connected

Über die Crew „Little Brother“ wurde in letzter Zeit nicht mit Lob gespart, und das meiner Meinung nach zu recht. Vor allem auch Produzent 9th Wonder sorgte während der vergangenen Monate für Aufsehen, dies nicht zuletzt mit seinem Remixalbum für Nas.

Während der Produktion von Little Brothers „The Listening“ im Jahre 2003, hörte Phonte, einer der Little Brother MCs, im Internet Beats vom holländischen Produzenten Nicolay. Begeistert von dessen Sound schrieb er ihn an. Zu einer ersten Zusammenarbeit kam es schließlich in Gestalt des Songs „Light It Up“, der die B-Seite der ersten Single des Little Brother-Albums bildete, auf der auch MC Big Pooh seinen Part beisteuerte.

Phonte war so angetan von dem Holländer, dass er sich mehr Beats zuschicken lies, die ihn vollends überzeugten. So entstand das Projekt The Foreign Exchange und dessen tolles Album Connected, mit Einflüssen von Neo-Soul, Electronic Vibes und HipHop. Alles in allem eine sehr harmonische musikalische Mischung mit großartigen Gästen wie der Sängerin Yahzarah oder Critically Acclaimed.

Der Sound der Scheibe ist sehr warm und wühlt sich schnell tief in den Gehörgang. „Raw Life“ ist – anders als der Name vermuten lässt – ein gutes Beispiel für den Vibe dieses Projekts. Live-Drums, ein angenehm groovendes Synthiespiel und gelegentliche Verzerrungen machen den Track zu einem Hörerlebnis. Der warme Flow von Phonte setzt dem Ganzen dann die Krone auf.

Man spürt den Einfluss von Little Brother auf jeden Fall, aber das Projekt steht trotzdem auf eigenen Füßen. Nicolay hat einen sehr guten Job gemacht und kann sicherlich auf weitere Aufträge hoffen. So schnell kann das gehen, heutzutage im Kommunikationszeitalter.

Allen, die Little Brother mögen oder sich einfach mal der ruhigeren, neo-souligen Variante des HipHop hingeben wollen, kann ich dieses Album nur ans Herz legen.

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