Yellowman – New York

King Yellow a.k.a. Mr. Ten Feet war, vor gut einem viertel Jahrhundert, der Ruler jeder Dancehall und, neben Jungs wie Eek-A-Mouse oder Peter Metro, Vorreiter der dazugehörigen Ära. Durch Slackness gepaart mit Komik beherrschte er wie kein anderer die Massive der späten Siebziger. Den Ruhm dieser Tage bis heute zelebrierend, folgte jedoch nach 1990 lediglich mehr oder minder respektables Machwerk des Girlwatcher, das jetzt vorliegende Album New York bildet bis dato die Spitze dieses Eisberges.

Trotz seines inzwischen recht fortgeschrittenen Alters bleibt Yellowman seinem Style treu und besingt in Titeln wie: (Give me) That Girl und dem salsaesquen Spanish Girl, wacker wie eh und je, seine Liebe zum weiblichen Geschlecht. Den  nun ja  etwas peinlichen Höhepunkt erreicht dies mit Do Me, einer Kollaboration mit Ce`cile, die, für Promotionzwecke, wahrscheinlich sogar ihre Mutter verkaufen würde und sicher gern wie Tanya Stephens klingen möchte, es aber eben nicht tut.

Zurück zu Yellow. Die gute Nachricht zuerst: Wer Track 1  Work Out – hinter sich gebracht hat, hat das Schlimmste schon überstanden. Die Nummer klingt wie der Soundtrack zu einer Vormittags-Fernsehprogramm-Step-Aerobic-Show und hätte gut und gern auch eine Interpretation von Yoko Ono sein können. Nun die schlechte Nachricht: Die folgenden Tunes sind besser, aber auch nicht wirklich gut. Immerhin, Leave Iraq Alone beinhaltet eine Message (& we`re one big Family&) und passt wie CNN News (tell us the truth) und „I love New York 1A zum Titelthema.

Ansonsten quält sich der Mann mit schwachen Lyrics über weitestgehend simpel gestrickte Beats, auf Klassikmaterial a la Bedroom Eyes, Blueberry Hill oder Zunguzungzunguzunguzeng wartet der Hörer schlicht vergebens.

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