Montell Jordan – Life After Def

Um Montell Jordan war es in letzter Zeit ziemlich still, zumindest was seine musikalische Tätigkeit angeht. Dies ist vor allem auf den Streit mit seiner ehemaligen Plattenfirma Def Jam Records zurückzuführen. Dieser Streit war auch Schuld daran, dass sein Album Montell Jordan im Jahr 2000 nicht in den USA veröffentlicht wurde. Also beschloss Montell, zusammen mit seiner Frau Kristin Hudson, die auch gleichzeitig seine Managerin ist, ein eigenes Label zu gründen. Es trägt den Namen The Enterprise, und logischerweise ist auch Montell Jordan der erste Künstler auf diesem Label.Die dadurch neu entstandene Arbeitsweise beschreibt Montell so:

Montell scheint sich in dieser neuen Rolle durchaus wohlzufühlen. Dass er als Titel Life After Def gewählt hat, zeigt, dass es sich nicht nur um einen bloßen Labelwechsel handelt  es hat sich weit mehr verändert als nur der Labelname. Früher stand nur die Musik an erster Stelle, seine Frau und sein Glauben an Gott kamen erst dahinter. Diese Reihenfolge hat er nun geändert. Persönliche Dinge hat Montell hauptsächlich in dem Song Questions verarbeitet. Dieser soll zeigen, was er in den letzten 2 Jahren durchgemacht hat. Ein sehr gelungener Track, melodisch wie inhaltlich. Doch es gibt auf Life After Def alle möglichen Arten von Songs. Schöne Balladen wie Bottom Line und Yes mischen sich mit clubfähigen Tracks wie Big Mans Back. Hervorzuheben ist auf alle Fälle auch die erste Single Supa Star, Montell Jordan darüber:

Es ist ein Lied, das allen Typen zeigen will, wie man eine Frau behandeln sollte.

Sein Partner bei dem Song Yes Tonex ist recht unbekannt, doch Montell Jordan lobt ihn in höchsten Tönen  da muss ja etwas dran sein. Für alle, die 30 Sekunden nach dem letzten Lied ihre Anlange einfach mal eingeschaltet lassen, gibt es noch ein Bonustrack namens We Ride On Dem Thangs.

Verkaufstechnisch wird dieses Album wohl keine Höhenflüge erreichen, vor allem, weil Koch Entertainment beim Vertrieb im Vergleich zu Def Jam um einiges hinterherhinkt, dennoch sollte dieses Album in keiner gut sortierten R&B-Sammlung fehlen, da es ein gelungenes Gesamtwerk ist.

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