DM & Jemini – Twenty Six Inch-EP

Ich weiß, ich weiß  es ist unverzeihlich, aber irgendwie ist das Danger Mouse & Jemini-Album Ghetto Pop Life letztes Jahr völlig an mir vorbei gegangen. Und das, obwohl es nicht zuletzt auch auf rap.de mächtig gehyptet wurde. Während der Weihnachtsferien hatte ich aber Gelegenheit, einige meiner Unterlassungssünden auszubügeln, und ich kann nur sagen: Alle, die Ghetto Pop Live großartig finden, haben einfach Recht. Umso schöner für alle Fans und Freunde guter Musik, dass die beiden New Yorker mit der Twenty Six Inch-EP nun erneut ein Schmankerl sondergleichen releasen. Der Extended Player bietet sechs Stücken Heimat, von denen einige Remixe und einige Wiederveröffentlichungen bisheriger 12-Inch-Releases sind.

Mit The Shit ist schließlich ein völlig neues Stück auf der Platte, das alle Vorzüge der Zusammenarbeit von Produzent Danger Mouse und MC Jemini auf sich vereint. Obwohl der Beat klassische HipHop-Zutaten enthält, klingt er unheimlich frisch. Da wären die mal zurückhaltend, in der Hook dann ausgiebiger eingesetzten Bläser-Samples, das knochentrockene Drumset und schließlich eine Bassline, von der andere Produzenten ihr Leben lang träumen. Darüber gibt es einen Jemini, der hier erwartungemäß eher mit Battle-Ansagen aufwartet  Who´s the shit  I´m the shit, sich das aber auch bestens leisten kann. Abgesehen von einem zeitlosen Flow glänzt er in The Shit wie auch in anderen Stücken regelmäßig mit kleineren Gesangspassagen. Insgesamt erinnert er mit seiner Stimme und den sich offenbarenden Möglichkeiten gelegentlich ein wenig an Mos Def, einen anderen großartigen MC; um den es ja etwas ruhiger geworden ist.

Im Opener What U Sittin On? (in DM´s 26 Remix) übernimmt ein weiteres Stimmtalent die Hook: DM hat sich das Dungeon Family-Member und unumstrittene Vokal-Genie Cee Lo in die Kabine gestellt und loslegen lassen. Vom Original übrig geblieben ist die Synthie-Bassline, die hier etwas in den Vordergrund gemischt wurde und daher umso mächtiger rüberkommt. Die double-speed Hi-Hats geben dem ganzen einen starken Drum&Bass-Touch und machen viel Spaß. Abschließend erwähnt sei nur noch der bemerkenswerte Gast-Auftritt eines weiteren alten Bekannten: Sadat X glänzt neben Host Jemini im Ghetto Pop Life-Remix. Absoluter Burner das ganze Ding. Bleibt nix außer kaufen.

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