The Opus – First Contact 001

Genau wie dem Kollegen der Zeitschrift, die nichts mit Saft zu tun hat, ist auch mir bei dem Namen „Opus“ erst mal etwas ganz anderes als HipHop in den Kopf gekommen. Die erste 12″ heißt zu allem Überfluss auch noch „Live“. Na ja, zum Glück stecken dahinter zwei Typen aus Chicago: Mr. Echoes und The Isle Of Weight. Gut, man hätte es wissen können, schließlich machen die Beiden nicht zum ersten Mal Musik. Und genau darum geht es den Jungens aus der windy city hauptsächlich: Musik. Wer also eher auf „say hoho“ und diese Geschichten steht, kann es gleich sein lassen. Aber es kommt noch besser: Ab und an wird dann doch gerappt, nur auch hier nicht für die „say hoho“-Fraktion, denn es sind Leute wie zum Beispiel Aesop Rock („The Basement“) oder Slug („The River“).

Musikalisch gibt es viele metallische Drumsounds zu hören, speziell, was die Hats betrifft. Dazu kommen jede Menge Flächen, weite Flächen. Sollte man sehr laut hören, um zu verstehen, was mit weit gemeint ist. Eine Hammernummer ist „Luna Landing“. Geht ordentlich nach vorn, nicht zuletzt wegen dem, was an den Plattentellern serviert wird. Wo die Drums gegen Ende hingehen – meine Fresse! Weiter geht es gleich mit der 12″ „Live feat. Lumba of Rubberoom“, übrigens eine Combo, für die die Herren früher schon produziert haben. Auf der 12″ ist übrigens auch noch eine Nummer namens „Chicago M. Buckwild“ – sollte man auf jeden Fall mal gehört haben. Zurück zur LP: Etwas ruhiger wird es dann wieder mit „Road Seldom Traveled“, und auch hier: trockene, trotzdem leicht blecherne Drumsounds und diese Flächen… sehr entspannend das. „The River feat. Slug“ ist ein schönes Beispiel, wie das mit dem Rap funktionieren kann. Da werden nicht ein paar beliebige Verse auf nen Beat gekickt, sondern der Text gehört eher wie ein Instrument dazu. Da stört es auch nicht, dass nach dem letzten Wort die Nummer noch anderthalb Minuten ausläuft.

An sich gäbe es noch jede Menge zu sagen, aber irgendwo sollte ja auch mal Schluss sein, deswegen einfach nur kaufen, na na na na na. Live is live.

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