50 mit Castingshow

50 Cent macht endlich das in aller Öffentlichkeit, was er am besten kann, nämlich Business. Genauer gesagt macht er es nicht selbst, sondern lässt machen, wie ein echter Businessmann das eben tut. Im Rahmen der MTV Casting Show “50 Cent: The Money and The Power“, geht es darum, sich dem Hip Hop Mogul von seiner geschäftstüchtigsten Seite zu zeigen, denn dem Gewinner winken satte 100.000 Dollar. Glaubt man den Pressemitteilungen, lässt Fiddy den Batzen sogar aus eigener Tasche springen.

Natürlich bekommen die Nachwuchs- BWLer auch einige Ratschläge mit auf den Weg von Hip Hops Lieblingsvitaminsafthersteller. “Ihr müsst andere im ersten Moment richtig einschätzen“, heißt es da etwa. Was man noch so alles tun muss, um sich das Cash unter den Nagel zu reißen, können sich Interessierte ab jetzt im ehemaligen Musikfernsehen an sehen. Seit vergangenem Wochenende läuft die Show auf MTV, in den USA wurde das Spektakel nach einem Monat abgesetzt (wir berichteten).

Kommen wir nun zu einem Land, in dem man seit jeher weiß, wie man das ganz große Geschäft macht. Während hierzulande immer mehr Rapper ein Klagelied bezüglich aktueller Verkaufszahlen und Konzertgagen anstimmen, hat man im Land der Banken und Steuersparer, der Schweiz, diesbezüglich scheinbar gar keine Probleme. Der Rapper Stress, ehemals mit Double Pact unterwegs, hat laut dem Schweizer Online News Portal 20minuten.ch in den letzten 6 Monaten gut eine halbe Million Schweizer Franken verdient, sprich umgerechnet rund 330.000 Euro.

Mit Plattenverkäufen haben seine Einkünfte derweil nur sehr wenig zu tun, bekommt man eine goldene Schallplatte in der Alpenregion doch bereits für 15.000 verkaufte Einheiten überreicht. Grund für die enormen Verdienste des  Wortakrobaten sind die immens hohen Gagen, die Schweizer Konzertveranstalter für ihre Künstler zahlen. Angeblich verdient Stress mit einer 90 Minuten Show, im Rahmen eines Open Airs, ganze 50.000 Franken. Für Soloshows springt immerhin noch ein Drittel dieses Betrags für den Rapper raus. Im Verhältnis dazu, werden deutsche Musiker mit einem Hungerlohn abgestraft. So bekommt die Hamburger Erfolgscombo Deichkind, die sich auch in der Schweiz zunehmender Beliebtheit erfreuen, lediglich 20.000 für einen Festival Auftritt.

Nachdem es King Orgasmus One bereits nach Österreich verschlagen hat, bleibt nun also abzuwarten, ob die Schweiz, angesichts dieser Rekordgagen, bald auch den ersten deutschen Rapper beheimatet.
 

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