Kein Bock auf Battle-Rap

Battle-Rap darf mittlerweile wohl als die medienwirksamste, spektakulärste und zugleich auch unterhaltsamste Sparte des Sprechgesangs gesehen werden. Fast jeder tut es, selbst Rapsoul haben sich vor nicht all zu langer Zeit getraut und in Richtung Bushido geschossen. Manche Karrieren werden sogar erst dadurch ansatzweise ins Rollen gebracht, dass sämtliche etablierten Künstler der HipHop Szene erst mal ordentlich eins vor den Latz kriegen und dass man selbst der allerbeste Rapper ist, den die Welt je gesehen hat, ist ja sowieso schon eine obligatorische Selbsteinschätzung.

Aus dem Geburtsland des Hip Hop, den USA nämlich, kommt jetzt allerdings ein Mann, dessen geheimer Auftrag es zu sein scheint, alles, aber auch wirklich alles, anders zu machen, als seine Kollegen. Asher Roth heißt der rotblonde Jüngling, der vornehmlich über Geschichten aus dem Leben eines weißen College-Kids rappt, und in einem Interview mit der NY Post Folgendes gesagt hat:

"I’m not a battle MC, I don’t like using my powers to tell people they suck. I’d rather just rap about what’s going on in my head." Um so überraschender scheint es dementsprechend, dass der Rapper, der seinen Durchbruch mit der Single "I Love College" schaffte, permanent mit DEM weißen Rap-Musiker überhaupt, Eminem nämlich, verglichen wird. Der ist schließlich ein versierter Battle-Teilnehmer und hatte noch nie ein Problem damit, anderen Leuten detailliert mitzuteilen, warum genau sie in seinen Augen wack sind.

Mit derartigen Vergleichen hat der gute Asher allerdings auch kein Problem. Natürlich nicht. "As far as content and substance, I don’t think so, but you never really know. I’m just happy I’ve been given a platform. Being white spawns [comparisons] right off the bat, but I think time is on my side, and people will see that there’s something really here."

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