Bushido u. a. teilen Video über brutalen Polizeieinsatz

Das Video über einen brutalen Polizeieinsatz macht derzeit die Runde im Netz. Auch diverse deutsche Rapper, darunter Bushido oder Mosh36, teilten das Video, das eine Festnahme am Görlitzer Bahnhof zeigen soll, und kommentierten es mit polizeikritischen Statements. 

Das Video sorgte allgemein für Empörung, wirkt der Einsatz der Polizisten doch sehr hart und überzogen. Eine erste Pressemitteilung zu den Vorwürfen aus Sicht der Berliner Polizei wies darauf hin, dass das Video nur einen Ausschnitt aus den Vorkommnissen zeige. Dieser Hinweis wurde von vielen Usern jedoch entweder gar nicht beachtet oder als „Propaganda“ abgetan.

Die Polizei hat mittlerweile reagiert und eine ausführliche Darstellung der Ereignisse aus ihrer Sicht veröffentlicht. Der Mann, der in dem Video festgenommen wird, habe polizeiliche Ermittlungen bezüglich einer Schlägerei massiv gestört, heißt es da. „Der in dem Video zu sehende Mann, ein 22-Jähriger, behinderte die Beamten mehrfach bei ihrer Arbeit und verhinderte, dass die Beteiligten der Schlägerei ermittelt werden. Der Abgebildete erhielt nun einen Platzverweis, dem er nicht nachkam, so dass er weggeführt werden musste. Nachdem sich der Einsatzbeamte nun dem mittlerweile im Rettungswagen sitzenden Verletzten zugewandt hatte, ging der 22-Jährige erneut auf die Beamten zu. Hier beginnt die Videoaufnahme.

Was da zu sehen ist, schildert die Polizei folgendermaßen: Ein Polizist habe die Personalien des Mannes feststellen wollen, um ihm einen Platzverweis zu erteilen. Dem habe sich der Mann widersetzt und habe versucht, sich zu entfernen, weshalb er von den Beamten überwältigt worden sei. 

Was das Video nicht zeige, erklären die Beamten auch. „Sowohl während der veröffentlichten Videosequenz als auch danach kam es zu gewalttätigen Angriffen gegen die Polizisten, die in dem Filmausschnitt nicht zu sehen sind und die Beamten vor so große Probleme stellten, dass weitere Polizisten zur Unterstützung verständigt werden mussten. Weiterhin ist in den Sequenzen nicht zu erkennen, dass ein 46-jähriger Mann und eine 23-jährige Frau versucht hatten, den 22-Jährigen zu befreien. Ein Polizist erlitt bei den Attacken eine Gehirnerschütterung und musste in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Einem weiteren Beamten wurde in die Hand gebissen. Darüber hinaus setzte ein bislang Unbekannter Reizgas gegen die Beamten ein.“ Sechs Polizisten seien bei dem Einsatz verletzt worden. 

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